D-Bereichseinstellung

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    • D-Bereichseinstellung

      Liebe Pentax-Fotografen,

      zum Thema D-Bereichseinstellung (Spitzlichtkorrektur / Schattenkorrektur) hatte ich bisher immer folgende Meinung:
      Bei der Schattenkorrektur wird das Signal in den "dunklen" Bereichen einer Aufnahme bei der Übertragung vom Sensor verstärkt.
      Ist das korrekt? Ich bin mit dieser Funktion immer eher konservativ umgegangen, d.h. Schattenbereiche, die ich heller haben wollte, habe ich lieber in der RAW-Entwicklung angehoben. Das hat bisher immer sehr gut funktioniert bei mir.
      Wie macht ihr das?

      Und wie handhabt ihr die Spitzlichtkorrektur? Ich habe sie bisher auf "Auto" eingestellt, allerdings habe ich auch nach etwas Feldtesten keinen wirklich signifikanten Unterschied zu "Deaktiviert" festgestellt.

      Ich freue mich, einmal eure Erfahrungen dazu zu hören.
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    • Hallo D-76,

      Normalerweise wird bei der Spitzlichterkorrektur die ISO leicht angehoben bzw. damit die Belichtungszeit verkürzt und bei der Schattenkorrektur werden schwache Signale verstärkt. Wenn man schon eine hohe ISO hat, kann es sein das sich der Rauschabstand nochmal verkürzt. Aus diesem Grund habe ich diese oder ähnliche Parameter immer aus - bei allen Kameras.

      Wenn sich das das System so verhält wie im Normalfall als wenn man die ISO anhebt, dann beschränkt man eher den Dynamikumfang als das man ihn erhöht. Die Empfindlichkeit wir massiv heruntergefahren (Spritzlichter) und die Signalverstärkung wird erhöht (Schattenbereiche). Damit wird aber auch das vagabundierende Rauschen verstärkt (was jeder Sensor hat) und durch die geringeren Rauschabstände ist es für die Kamera auch schwerer zu erkennen und herauszurechnen. Soweit die Theorie bzw. wie sich ein Sensor bei ISO Erhöhung verhält. Ob Pentax bei der 645Z anders vorgeht kann ich nicht sagen, weil ich keine weiterführenden Informationen kenne.

      ABER - die RAW Files der 645Z haben so viel Reserven(auch im Vergleich zur D810 und der A7RII), das ich mit Sicherheit nie in die Verlegenheit kommen werde diese Parameter zu verwenden. Da ich arrangierte Objektfotografie und hin und wieder Landschaftsaufnahmen mache, habe ich alle Zeit der Welt auf Automatiken zu verzichten. Abgesehen davon bestimme ich lieber im RAW Konverter, wie stark etwas entrauscht, aufgehellt oder sonst irgendetwas wird. Weil nur das ist für mich jederzeit reproduzierbar im Gegensatz zu Automatiken. Aber vielleicht macht es Sinn wenn man JPEG´s OOC verwenden möchte?

      Das einzige was mir aufgefallen ist, im Gegensatz zu Nikon und Sony: Wenn bei Nikon und Sony das Histogramm in der Kamera anzeigt geradeso ausgebrannt, dann ist in den RAW Files aber (fast) immer noch Zeichnung vorhanden. Das liegt daran dass das Kamera Histogramm auf den eingebetteten JPEG´s im RAW File basiert. Das kann man schön sehen in dem man das eingebettete JPEG manuell aus dem RAW File extrahiert und dann dieses JPEG im RAW Konverter mit dem Kamera Histogramm vergleicht. Bei mir sind die deckungsgleich bei Nikon/Sony im Gegensatz zur 645Z. Bei der 645Z ist ausgebrannt nach Kamera Histogramm auch wirklich ausgebrannt . Ich kann nur raten aber ich würde raten das Kamera Histogramm in der 645Z basiert nicht auf den eingebetteten JPEG´s oder ist entsprechend korrigiert. Also wenn jemand ETTR macht, würde ich bei der 645Z eher etwas demütig arbeiten.

      Ansonsten bin ich eher der Meinung wenn etwas im Bild absäuft oder ausbrennt muss das nicht unbedingt schlecht sein. Es kann, je nach Bild, auch gezielt das Motiv stärken...

      Gruß Gerd

      The post was edited 1 time, last by Gerd ().

    • Danke, Gerd, für deine ausführliche Antwort!
      Dann lag ich mit der Schattenkorrektur richtig.

      Die technische Umsetzung der Spitzlichtkorrektur war mir so nicht klar.
      Falls jemand noch ergänzen kann / möchte, ob die 645Z technisch
      bei der Spitzlichtkorrektur anders vorgeht, als von Gerd beschrieben,
      würde mich das interessieren.

      Ansonsten mache ich in dem Bereich dann auch lieber ohne kameraseitige
      Korrektur weiter. Vielen Dank nochmal, Gerd!